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Hallo Pedelekfreunde, ich bin 70, hatte immer ein Fahrrad und wohne seit 14 Jahre in Gran Canaria. Diese Insel ist wie ein Zuckerhut. Durchmesser ca. 45 Km. Hoehe 0 bis 2000m. Also eine durchschnittliche Steigung von mehr als 12%. Ich habe ein 14 Jahre altes MTB, Stahlrahmen, vollgefedert, 21 Gaenge und bestens in Schuss. Ich fuhr immer meine asphaltierte Strecke ca. 13,5 Km. in 58 Min. Hoch zu einem Stausee und benutzte dabei die mittleren Gaengen. Kurz vor dem Ziel sind Serpentinen mit wahnsinnssteigungen. Als ich das letzte mal, in 2. Gang, in Stehen diese hochfahren wollte, sagte mein Ruecken: „bis hierhin und nicht mehr“ ! Der Arzt meinte ich soll das Radfahren dran geben. Eine recht traurige Empfehlung! Dann kam mir die Idee, die Steigungen mit einem Elektromotor einwenig glatt zu buegeln. 4 Wochen habe ich den Ruecken kuriert, mich im Internet informiert, mir Gedanken gemacht und habe schliesslich, einen 350W Bafang Hinterradmotor, eine 11,6 Ah Sattelstuetzenbatterie und einen 20A Controler, begrenzt auf 25Km/h bei Elektrofahrrad-einfach bestellt. (in Spanien gelten die deutschen StVo. nicht!)
Alles wurde in Zwei Tagen eingebaut, (bin Maschienenschlosser und habe Zuhause eine kleine, Werkstatt mit Schraubstock und einen Abzieher. Probleme hat die Montage der Magnetscheibe und der Tretsensors bereitet, weil die Bilder und die Beschreibung in der Montageanleitung, aus meiner Sicht, fuer jemand der das zum ersten mal macht, duerftig, irrefuehrend und falsch sind. Als die Magnetscheibe aufgesteckt und der Tretkurbel montiert war, wurde die Magnetscheibe zwischen Kurbel und Tretlager eingeklemmt und liess keine Drehung mehr zu. Um genug Platz fuer den runden Lauf der Magnetscheibe zu schaffen, musste alles wieder runter und 2,5mm von der Stirnflaeche der Alu-Tretkurbel plan abgefeilt werden. Der Sensor soll beim ankleben, auf Anhieb, richtig positioniert sein, sonst nimmt er keine Impulse auf und muss wieder geloest werden. Je nach Festigkeit des klebers kann er dabei zerstoert werden! Da ist also mit Herumprobiere vorsicht geboten. Um den Sensor zu der Magnetscheibe richtig zu positionieren musste ich eine kleine zweiteilige Holz/Kunststoff Traeger bauen, erst diese am Fahrrad ankleben und trocknen lassen und dann den Sensor, mit dem Beruehmten „1mm Distans“, sauber auf den Traeger aufkleben.
Die Batterie brauchte das erste mal 3,5h Aufladung. In der Zeit habe ich einen El.-Tacho instaliert, die V-bremsen samt Zuege erneuert, die Reifen aufgepummt.
Nun wurde die alte Strecke, hoch zum Stausee, mit Spannung neu in Angriff genommen.
Mannnnnnn.........was ein Drehmoment!
Ein freudiges Laecheln und die 13Km wurden zu 90% im 21. Gang plus 3.Motorunterstuetzung (bis 28Km/h!) in 35 Min. statt 58 Min. genommen, dabei kraeftig mitgetreten und gut geschwitzt aber immer mit Schmunzeln. Die 7 Ritzelgaenge hinten brauche ich kaum noch. Das Grosse und das mittlere Kettenblatt sind die zwei Uebersetzungen, die ich praktisch brauche. Sogar beim Anfahren auf der Ebene brauche ich keinen kleineren Gang, ich nehme die Anfahrhilfe (Daumengas bis 7,5Km/h). Oben, an der steilen Serpentinen ankommend, habe ich den 10. gang gewaehlt und in Sitzen ohne mich zu ueberlasten die 800m. hoch getreten. Am Ziel hatte die Batterie nur noch 50% Saft . Der Motor, die Batterie und der Controler waren nicht einmal handwarm. Zurueck, Berg ab habe ich die Unterstuetzung abgeschaltet und wie sonst runter gesaust. So gesehen habe ich fuer die 27Km hin und zurueck 50% Batteriekapazitaet verbraucht, Sport getrieben, geschwitzt, geschmunzelt und mich nicht ueberanstrengt. Jetzt habe ich schon mehr als 100Km auf dem Km-Zaehler, mache meine Einkaufe mit dem Rad (abnehmbaren MTB Gepaecktraeger und Satteltaschen plus steckbaren Korb (vorne). Werde die Tage die Speichen des Hinterrades nachspannen und einen „Big Apple“ 26 x 2.15 aufziehen lassen. Fazit: Der Bafang 350W ist wirklich eine Bergziege und ich moecte sie nicht mehr missen.
Gruesse Sammy
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