nachdem ich als langjähriger cityflitzer (vor 19 jahren auch mal ne weile als fahrradkurier) jahrelang wegen einer 35 cm naht am bauch kaum fahrrad fahren konnte und beim wiedereinstieg mit mitte 40 bemerken musste, dass es mit meinem (mittlerweile zum singlespeed umgetunten kettler alu rennrad "die rote zora"
http://commonman.de/wp/?page_id=1756) nicht mehr so flott durch das berliner innenstadtgerangel ging, stand der entschluss fest: da muss extraschub her. also hab ich im februar 2009 angefangen die berliner fahrradläden nach verbündeten abzuklappern. hängengeblieben bin ich bei radkom
http://www.radkom.de/index.php/ in der mommsenstrasse. dort waren die jungs (vielen dank an glenn) so offen, mit mir auch einen etwas ausgefalleneren umbau anzugehen. meine wahl fiel auf das cannondale bad boy mit leftygabel
http://commonman.de/wp/?page_id=1299. nach dem besuch der messe fahrrad.markt.zukunft in bremen
http://commonman.de/wp/?page_id=1157 und ausgiebigen fahrtests musste es dann der bionx 250ht sein. der kam dann im juni endlich an und war zum glück noch einer der letzten ohne canbus mit der möglichkeit code 3773 zu öffnen. unterstützung ist so bei vollem akku bis ungefähr 45 km/h noch spürbar. am 23.07. endlich die erste fahrt. herrlich, die kraftentfaltung beim anfahren bringt mich vor allen autos als ersten über die kreuzung, power wie jan ullrich zu seinen besten zeiten und entspanntes schnelles gleiten durch den stadtverkehr. inzwischen hatte ich schon angefangen verschiedene teile zu ersetzen. eine befreundete firma
http://ateliermohr.com/ hat mir die auf 28" geänderten felgen mit selbstleuchtender phosphorfarbe und den motor schwarz lackiert
http://commonman.de/wp/?page_id=1406 . ansonsten habe ich den sattel, die pedale, den vorbau, den hinterradreifen ersetzt, lenkerhörnchen, ein kleines hinterradschutzblech und einen rückspiegel verbaut und die griffe und das oberrohr von einem sattler mit weissem leder beziehen lassen. ein grosses problem war die akkubefestigung. für den schweren akku ist sie zu unstabil, ausserdem klappert die plastikbrotbüchse und sieht auch nicht wirklich gut aus. nach provisorischer anbringung mit kabelbindern am oberrohr
http://commonman.de/wp/?page_id=1791 war es erst mal safe. eine carbonwerkstatt in weissensee baut mir deshalb jetzt eine festmontierte akkubox (ist noch nicht ganz fertig)
Dateianhang:
akkubox.jpg [ 957.63 KiB | 1865-mal betrachtet ]
. mit aktuell 18,6 kg ist das rad auch noch problemlos bis zu mir
http://commonman.de/wp/?page_id=755 in den zweiten stock zu bewegen.
resume: ich habe ein schnelles, leichtes, sehr agiles singlespeed pedelec; es bewegt mich mit stufe 1 mit 30 km/h "leichtfüssig" durch die stadt und auf stufe 3-4 auch anstiege über 10% mit über 30 km/h hoch. mit richtig "schub" ist aber auch nach reichlich 35 km schluss, ansonsten reicht der akku durchaus 70 km. die reku benutze ich nicht, die bringt kaum reichweite und unschöne, laute resonanzen. ansonsten ist der antrieb fast geräuschlos, quasi vibrationsfrei und nach ausgiebigem herumspielen an den codes auch sehr geschmeidig im ansprechverhalten. mit der akkubeleuchtung (demnächst sigma ion und trelock ls320) ist auch die berliner rennleitung zufrieden.
meiner mama (72) mit ihren abgenutzten knien habe ich im herbst an ihr diamantrad einen leichten chinabausatz (5,4 kg mit akku) montiert
http://commonman.de/wp/?page_id=1906, seitdem zischt sie wieder die sächsischen berge rauf und runter.
die nächsten projekte sind ein lastendreirad mit 500er bafang und die aufrüstung des focus treckingrades meines sohnes zum allrad-e-bike mit 2 kleinen schnelläufern (cute o.ä.) auf 48 volt basis mit akku und controllern im rucksack mit brechkontaktstecker zum rad.
jetzt hoffe ich erstmal auf besseres wetter und halbwegs trockene strassen um wieder loszudüsen und wünsche allen ein gesundes unfallfreies neues jahr.
also immer schön fastlangsam und meidet die radwege
olafK