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 Betreff des Beitrags: Umbau Liegerad
BeitragVerfasst: Mo 29. Aug 2011, 10:07 
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Registriert: Do 25. Aug 2011, 14:21
Beiträge: 18
Hallo!

Nachdem ich vor einiger Zeit ein günstiges Klapp-E-Bike erstanden hatte, stand mein Liegerad nur noch rum. So musste dies schließlich auch aufgerüstet werden und ich entschied mich, hier ein ELFEI-Hinterrad-Umbausatz zu bestellen, welches wie versprochen, noch kurz vor meinem Urlaub geliefert wurde.

Eigentlich schien alles tatsächlich einfach zu sein: Der Akku käme auf die Halterohr zum Liegesitz, der Kontroller auf das dicke Hauptrohr und der Tretsensor auf die Kettenumlenkrolle. Bremsen austauschen sollte kein Problem sein, da auch nur standard Bowdenzüge verwendet werden... aber es kam fast alles anders:

Es fing bereits mit dem Aufziehen des Schauches an: Leider ist das Ventilloch nur für französische Sclaverand-Ventile geeignet; für die bei dem Liegerad verwendeten Autoventile war erstmal ein Aufbohren auf 8,5 mm erforderlich. Danach passte es dann.

Nach dem Montieren des Rades stellte sich ein pulsierendes Schleifen ein und es war nur noch schwer zu treten. Es stellte sich heraus, dass der Motor so gebaut ist, dass er am Rahmen schliff. So montierte ich eine Unterlegscheibe auf die Achse vor der Drehmomentabstützung. Der anschließende Einbau dauerte dann fast eine Stunde, da der Rahmen dadurch etwas eng war, und mit aller Kraft auseinander gedrückt werden musste. Jetzt läuft das Rad endlich einwandfrei.

Das nächste Problem war der Tretsensor. So groß hatte ich ihn mir nicht vorgestellt. So passte er jedenfalls nicht auf die Umlenkrolle. So war hier die größte Bastelarbeit notwendig: Aus dem Deckel einer Blechdose erstelle ich ein eigens angefertigtes Blech zur Aufnahme des Sensors. Aus der Magnetscheibe entfernte ich einen Magnet, bohrte in das Gummi mit einem Holzbohrer ein entsprechendes Loch und klebte mit Locktite den Magneten ein.
Auf dem Prüfstand zeigte der anschließende Test, das dies wunderbar funktionierte und tatsächlich EIN einziger Magnet reicht. Selbst wenn die Umlenkrolle etwas vom Tretsensor weg zur anderen Seite rutschte, wurde der Magnet immernoch erfasst, hätte ich nicht erwartet.

Die nächste Schwierigkeit ist jetzt der ganze Strang mit den Bremssensoren, Daumengas und Kontrollpanel: Die Kabel sind allesamt viel zu kurz für den Liegerad-Lenker. So habe ich das Kontrollpanel und das Daumengas ganz unten angebracht und die Bremsgriffe mit den Sensoren demontiert.
Während die Position für das Kontrollpanel okay ist, da eine Bedienung während der Fahrt ja nicht unbedingt erforderlich ist, ist das Daumengas allerdings so nur schwer zu bedienen.

Die nächste Herausforderung ist jetzt der Akku. Leider ist der Platz am Halterohr zum Liegesitz zu kurz, so dass ich mich jetzt für die Montage am hinteren Ende des Gepäckträgers entschlossen habe. Dazu fehlt jetzt aber noch das Montagematerial, so dass ich erstmal den Akku provisorisch in die Satteltasche gepackt hatte.

Am gestrigen Sonntag ging's endlich nach über einer Woche Arbeit (immer abends nach Feierabend) zur ersten Probefahrt:
Ein absolut wahnsinniges Gefühl, der Motor unterstützt beim Treten sehr gut, allerdings gab es noch ein gelegentliches Pulsieren in der Unterstützung.

Allerdings taugt das Daumengas leider nicht für das, wofür es doch eigentlich da sein sollte: Als Anfahrhilfe: Schon an leichten Steigungen scheint sich beim Anfahren im Motor eine Rutschkupplung zu aktivieren und es geht dann damit keinen Millimeter vorwärts, sehr schade, hätte doch gerade beim schwierigen Anfahren im Liegerad, gerade am Berg, sehr geholfen.

So jetzt geht's weiter zur Materialbeschaffung für die Akkuhalterung und vielleicht finde ich auch noch eine Lösung für die zu kurzen Kabel.

Bilder folgen noch...

Vielleicht gibt es ja noch jemanden mit Erfahrungen / Ambitionen zum E-Liege-Bike?

Grüße,
Kai.


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Liegerad
BeitragVerfasst: Mi 31. Aug 2011, 07:04 
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Registriert: Do 25. Aug 2011, 14:21
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So, hier ist mein selbst konstruierter Tretsensor an der Kettenumlenkrolle. Rechts (1.Bild) bzw. Links oben (2.Bild) in der Rolle sieht man den eingeklebten Magneten. Zudem ist hier der Maximalabstand zu sehen, und der Sensor erfassten den Magneten dort immernoch!

Übrigends zur Drehrichtung des Sensors. Wie die Magnetscheibe ausgerichtet ist, ist im übrigen VÖLLIG egal. Die Magnetscheibe enthält 6 identische Magnete und die Polung ist auch egal.
Entscheidend ist einzig der Sensor. Der oder die Magnete müssen IMMER von der nicht-LED-Ecke zur LED-Ecke geführt werden, natürlich auf der LED-abgewendeten Seite, dann löst der Sensor aus.

Der Pfeil auf der Magnetscheibe ist eigentlich nicht richtig und gehört meines Erachtens auf den Sensor.


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Liegerad
BeitragVerfasst: Mi 31. Aug 2011, 07:10 
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Registriert: Do 25. Aug 2011, 14:21
Beiträge: 18
Jetzt noch zur Schleifstelle. An dieser Stelle war's zu eng und beim Treten war ein starker Widerstand mit schleifenden Geräusch zu spüren. Kann am Liegerad-Rahmen liegen, könnte aber auch ein generelles Problem sein.
Eine Unterlegscheibe hat geholfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Liegerad
BeitragVerfasst: Mo 5. Sep 2011, 18:35 
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Registriert: Do 21. Jul 2011, 19:15
Beiträge: 7
Hallo Kai,
toller Umbau! Ich fahre eine Streetmachine GT und habe dort vor zwei Monaten einen 250W-VR-Motor eingebaut. Mit der Leistung des Motors war ich sehr zurfrieden, leider musste ich den Motor aufgrund eines Defekts zur Reparatur zurücksenden.

Was für ein Liegerad fährst Du?

Gruß
Streety


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Liegerad
BeitragVerfasst: Mi 7. Sep 2011, 08:51 
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Registriert: Do 25. Aug 2011, 14:21
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So, am Wochenende habe ich endlich den Akku platzieren können.
Nach dem ich mich mit etlichen Winkeleisen versucht hatte, hat jetzt ein Lochband geholfen.
Sieht leider etwas geflickt aus, scheint aber doch recht gut zu halten. Eine längere Probefahrt mit einer Strecke über einen Feldweg hat's jedenfalls ausgehalten ohne sich zu lösen.
Achja, einen Nachteil hat die Position noch, man kann den Akku nur noch entfernen, wenn man den Sitz zuvor ausbaut.

Das Liegerad ist übrigends ein Nighthawk von Recumbent (http://www.recumbent.de/).


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Liegerad
BeitragVerfasst: Mi 7. Sep 2011, 09:03 
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Registriert: Do 25. Aug 2011, 14:21
Beiträge: 18
Während die Kabel von den Bremshebeln, Daumengas etc. ja hier allesamt zu kurz sind, ist die Länge vom Akku-Stromkabel dagegen viel zu lang und ich habe es auf diese Art "verstaut" (siehe Bild).
(War wohl vom Hersteller ürsprünglich gar nicht vorgesehen, den Akku am Fahrrad mitzuführen? ;) )
Werde das Kabel wohl kürzen, weiss nur noch nicht ob man diese Stecker unbeschädigt vom Kabel trennen kann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Liegerad
BeitragVerfasst: Di 13. Sep 2011, 09:13 
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So, für das Daumengas habe ich jetzt ein, aufwändige, aber dafür ebenbürtige, quasi identische Lösung gefunden: Und zwar von der Konkurrenz einen "Daumengasgriff Wuxing" (einfach mal danach googeln) bestellt, mit deutlich längerem Kabel. (Schade, aber "elektrofahrrad-einfach" hat bezügl. längerer Kabel ja keine Lösung zu bieten)

Der Stecker passte jedoch nicht und so habe ich durch längere Researche tatsächlich die richtigen Steckverbindungen gefunden (wusste es dann letztich erst, als ich das Päckchen ausgepackt hatte):

Folgendes passt (auch einfach googlen):
- Crimpkontakt für RM 2,5 mm Serie XH Rastermaß: 2.5 mm BXH-001T-P0.6 J.S.T.
- Gehäuse RM 2,5 mm Serie XH Rastermaß: 2.5 mm Polzahl: 3 Nennstrom: 3 A XHP-3 J.S.T.

(Gehäuse ist für die 3 poligen Stecker, wie beim Daumengas und den 2 Bremshebeln)

Statt die teure Crimp-Zange zu kaufen, habe ich jedoch gelötet und die Enden mit einer Flachzange zusammengebogen, sieht zwar nicht so schön aus, geht aber auch.

So lässt sich jetzt das Daumengas bequem erreichen.

Das Daumengas hilft ubrigends nich nur beim Anfahren, sondern ist auch eine Art TURBO-BOOSTER. Auch wenn man bereits tritt und über 6km/h fährt kann man das Gas betätigen und es gibt dann nochmal einen Extra-Schub.

So jetzt muss ich mich nur noch an die Bremsunterbrecher machen....


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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Liegerad
BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 06:47 
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So, wie versprochen, geht es jetzt mit den Bremsunterbrecherkontakten weiter:
Wie auch das Daumengas hatte ich zur Probe auch einen Bremsunterbrecherkontakt in einem Pedelec Ersatzteilshop bestellt, ohne sicher zu sein, diesen auch verwenden zu können.
Natürlich passte der Stecker nicht, aber auch hierfür hatte ich ja schon passende (siehe oben im Thread). Jetzt galt es noch die Belegung der 3 Pole herauszufinden, und was soll ich sagen, tatsächlich passte schon der erste Versuch (wären ja "nur" 6 Möglichkeiten gewesen)!
So will ich auch nicht verschweigen, wie es geht, siehe Bild:
- Unten der Sensor, Oben der Stecker mit der richtigen Belegung.


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Dateikommentar: Bremsunterbrecher-Kontakt mit Anschluss für ELFEI
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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Liegerad
BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2011, 06:56 
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Beiträge: 18
Und hier ist der Sensor nochmal eingebaut am Liegerad zu sehen.
Beim Einbau ist es es dabei notwendig den Mantel des Bowdenzugs um die Länge des Sensors zu kürzen (dabei die Seele vorher natürlich herausziehen)
Funktioniert nahezu perfekt. Bei gezogener Bremse leutet die LED und der Motor stoppt sofort.
Beim Loslassen geht die LED sofort aus, allerdings braucht der Motor noch 1-2 Sekunden bis er wieder anläuft. Aber das wäre wohl auch mit den original Bremshebel so?


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BUKS_2.jpg
BUKS_2.jpg [ 141.58 KiB | 564-mal betrachtet ]
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 Betreff des Beitrags: Re: Umbau Liegerad
BeitragVerfasst: Mo 10. Okt 2011, 11:32 
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Registriert: Do 25. Aug 2011, 14:21
Beiträge: 18
Endlich wieder Regen ;) , so bin ich jetzt mit dem Umbau wieder weitergekommen:
1.) Kabel kürzen und "aufräumen"
2.) Anbau der Beleuchtung

Für die Stromversorgung des Controllers habe den Stecker direkt am Kabel des Controllers abgeschnitten und dann direkt in den Akku-Fuss eingelötet. Um einen Dichtring mit geradem Ausgang zu bekommen, habe ich einfach mit einem scharfen Küchenmesser von dem Original-Stück (das mit dem 90° Knick) entsprechend das erforderliche Ende abgeschnitten.
Dann hat der Akku-Fuss noch 3 Bohrungen (4mm) für das Licht (vorne + hinten + Schalter) bekommen. Das ganze schließlich verlötet und mit Schrumpfschlauch gesichert.
(Siehe Bilder)

Ist jetzt alles getestet und fünktioniert wunderbar.


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ELFEI-mit-Licht_Schalter.jpg
ELFEI-mit-Licht_Schalter.jpg [ 193.84 KiB | 477-mal betrachtet ]
ELFEI-mit-Licht_hinten.jpg
ELFEI-mit-Licht_hinten.jpg [ 130.03 KiB | 477-mal betrachtet ]
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ELFEI-mit-Licht_vorne.jpg [ 110.74 KiB | 477-mal betrachtet ]
ELFEI-mit-Licht2.jpg
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