Elektrofahrräder – klotzig, öko und überhaupt nicht aufregend?

Filed under: Elektrofahrrad Szene,Fahrradbranche — Montag, 13. August 2012
Motorrad? Nein, Elektrofahrrad!

Motorrad? Nein! Elektrofahrrad!

Wer bisher immer noch der Meinung war, Elektrofahrräder seien nur etwas für Omas, wird von den neuen Designs überrascht sein. Man muss einen Elektro-Cyklisten nicht mehr direkt für einen Baumumarmer halten beim Anblick eines elektromotorisierten Drahtesels.

Wir wollen in diesem Beitrag ein paar der aufregendsten Design-Studien im Bereich Elektrofahrrad auf die Spur kommen und fangen mit dem Marrs M-1 an. Dieses Elektrofahrrad vereint die Linienführung und das Lenker-Design einer Harley Davidson aus den Zwanziger Jahren mit der Faszination eines Cruisers. Das M-1 fährt mit einem drehmomentstarken 48 V-System mit bürstenlosem Hinterradmotor, das bis zu 25 km/h Tretunterstützung bietet. Ausgestattet mit Motorradreifen,-naben, -griffen und -sitz ist es fahrtechnisch sowie optisch der Renner. Das M-1 ist definitiv das Batmobil für die Elektrofahrrad-Generation. Fehlt nur das Motoraufheulen.

Faraday - Wo ist der Elektromotor?

Faraday - Wo ist der Elektromotor?

Ein Lasten-Fahrrad, das absolut klasse aussieht, ist das Faraday, entworfen von Paul Sadoff, Meister-Rahmenbauer und Mitgründer von Rock Lobster. Das Faraday sieht für den Laien nicht aus wie ein Elektrofahrrad, denn der Elektromotor ist in einem kleinen mintgründen Behältnis unter dem Sattel versteckt, das sich ganz unaufällig in das auffällige Rahmendesign einfügt. Das Faraday hat eine Ladefläche zum Verzurren von mittlerer Ladung, die per Schnellverschluss zeitsparend und ohne großen Aufwand angebracht, abgenommen oder ausgetauscht werden kann – letzteres gegen weitere vielfältige Cargo-Accessoires. Der 250 Watt Vorderradnabenmotor wird von Lithium-Ionen-Batterien mit Strom versorgt, die innerhalb von nur 45 Minuten geladen werden können. Die Batterien selbst sind in den doppelten Toptubes des Faraday verborgen. Die Ausrüstung mit High-End Shimano Schaltung, Brooks Ledersattel und allen möglichen anderen Hipster-Features ist nicht zu verachten.

Steinerdesign hat letztes Jahr auf der Bike Expo seine Design-Studie Speed-Cruiser vorgelegt. Es handelt sich dabei um ein vollgefedertes Rad, das aussehendsmäßig eine Mischung aus Raumschiff und Fahrrad ist. Die interessante Rahmenlösung bietet die Möglichkeit, den Akku im Sitzrohr zu versenken.

Aus diesem länglich geformten Akku wird der 320 Watt Elektromotor, der ebenfalls unkenntlich in den Rahmen integriert in der Mitte der beiden Achsen sitzt. Das Mittelmotor-Konzept sorgt zusammen mit der Vollfederung für super Fahrkomfort. Die Komponentenausstattung wird individuell nach Kundenwunsch zusammengesetzt.

Der Speedcruiser von Steinerdesign. Wow.

Der Speedcruiser von Steinerdesign. Wow.