Italiens Umweltministerin kündigt weitere Mittel für Fahrradprämie an

Filed under: Pedelecs im Ausland — Mittwoch, 23. September 2009
Initatorin der Fahrradprämie: Italiens Umweltministerin Stefania Prestigiacomo

Initatorin der Fahrradprämie: Italiens Umweltministerin Stefania Prestigiacomo

Während in Deutschland Milliarden Euro an Steuergeldern in die umstrittene sogenannte „Umweltprämie“ geflossen sind, wurden in Italien die wesentlich umweltfreundlicheren Alternativen Fahrrad und E-Bike mit staatlichen Mitteln gefördert.

Bereits im April 2009 hat Italien als erstes europäisches Land einen finanziellen Anreiz zum Kauf von Fahrrädern und Pedelecs eingeführt, um den CO2-Ausstoß und die Autonutzung in den Städten einzudämmen. Das ursprünglich auf ca. 9 Mio EUR festgelegte Budget wird nun um 7 Mio EUR aufgestockt, wie Italiens attraktive Umweltministerin Stefania Prestigicomo auf einer Fahrradmesse in Mailand bekannt gab.

Willige Käufer werden dadurch mit maximal 30% oder maximal 700 EUR gefördert. Dadurch sollen bis zu 70.000 Fahrräder mehr als üblich verkauft werden.

In Deutschland unterstützt lediglich Mannheim als erste Kommune den Fahrradkauf mit 50 Euro, während in den Autokauf Milliarden geflossen sind. Als Bundesbürger kann man sich hier nur fragen, ob unsere „Umweltprämie“ wirklich gerecht und sinnvoll war. Während Autokäufer wohl eher ihren Konsum nur vorgezogen haben, hätte eine Fahrradprämie zu echtem Mehrkonsum führen können, weil sich dann vielleicht Leute ein Fahrrad gekauft hätten, die es sonst nicht getan hätten. Das hätte nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Umwelt deutlich besser geholfen, als Milliarden in die marode Autobranche zu stecken.